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Zweitjob

Zweitjob

Immer mehr Beschäftigte haben einen Zweitjob.
Doch die Nebentätigkeit kann zu arbeitsrechtlichen Problemen führen.


 
Spielen Sie mit offenen Karten! Hier drei Tipps:

Schauen Sie als erstes in Ihren Arbeitsvertrag, ob dort Nebentätigkeiten untersagt sind.
Sprechen Sie darüber mit Ihrem Betriebsrat.

Falls Sie nicht verpflichtet sind, Ihren Nebenjob zu melden, sollten Sie Ihren Arbeitgeber zumindest informieren – so beugen Sie Konflikten vor.

Lassen Sie sich schriftlich genehmigen, dass Ihr Arbeitgeber mit Ihrer Nebentätigkeit einverstanden ist.


Was Sie unbedingt beachten sollten:

Der Arbeitgeber darf einen Nebenjob dann verbieten, wenn er seine Interessen verletzt sieht.
Das ist immer dann der Fall, wenn…

…die Arbeitsfähigkeit unter dem Nebenjob leidet und die Leistungen im Hauptjob z. B. durch Schlafmangel beeinträchtigt sind…

… oder durch die Nebentätigkeit der Urlaub wegfällt und Beschäftigte ihren Jahresurlaub zur Erholung nicht nutzen können…

… oder durch den Zweitjob Konkurrenz zum Hauptarbeitgeber entsteht und dies einen deutlichen Interessenskonflikt darstellt…

…oder der Nebentätigkeit trotz Krankschreibung nachgegangen wird und die Genesung Vorrang hat…

…oder das Arbeitszeitgesetz nicht beeinträchtigt wird und der Nebenjob zusammen mit dem Hauptjob die gesetzlich vorgeschriebene Höchstarbeitszeit von 48 Stunden (Durchschnitt pro Woche) nicht überschreiten darf.


Quelle: IGBCE Kompakt 04/13